Back to top

Recruitingfilme sind keine Imagefilme!

Fakt ist: Die Mitarbeitersuche in der IT-Branche in unserer Region ist ein Geduldspiel. Das erfahre ich als Initiator von Kreatives Dresden im Kontakt mit den Kreativen der Stadt bei der Suche und den Angeboten von Arbeitsplätzen jedes mal aufs Neue. Damit habe ich den Vorteil beide Perspektiven gut zu kennen: Die der Agenturen und die der Arbeitsuchenden. Am Ende wollen beide das Gleiche: Einen Arbeitsplatz, bei dem alle an das glauben, was das Unternehmen anbietet und sich damit bestenfalls identifizieren.

Nicht immer gelingt das so unterhaltsam wie in diesem Recruiting Video eines vergleichbaren IT-Unternehmens namens RISUAL

Um die Ziele eines Unternehmens überzeugend zu kommunizieren, liegt die Priorität eines Recruituing Videos deshalb auf Authentizität. Gerade bei Fachkräften wie Software-Programmierern sind die Anforderungen an den Arbeitgeber hoch. Jobsuchende wollen keine hohlen Floskeln, sondern einen realen Eindruck zu zentralen Fragen: Wer sind meine neuen Kollegen? Wie sind die Arbeitsplätze ausgestattet? Welches Arbeitsklima erwartet mich? Wie steht es um die Familienpolitik des Unternehmens? Welche beruflichen Herausforderungen erwarten mich?

Für eine reine Unternehmenspräsentation bieten sich Filmformate wie Imagefilme besser an.


Was zeichnet ein gutes Recruiting Video aus?

Bei mehreren Stellenangeboten innerhalb eines Unternehmens bietet es sich an, diese in der Gesamtheit zu betrachten und sich selbst als “Arbeitgebermarke” zu definieren. Dann ist es ratsam, die Mitarbeiterwerbung über eine “Mitarbeiterkampagne” zu definieren und die “Einzelclips” einem Branding zu unterziehen.

Die Stärken des “Storytelling” bieten hier ein hohes Potential nicht nur “neue Mitarbeiter” ans Unternehmen zu binden. Durch gezielte Recherche guter Arbeitnehmerstories, können auch bestehende Mitarbeiter noch stärker an das eigene Unternehmen gebunden werden und zu wichtigen authentischen Multiplikatoren für die Besetzung neuer Stellen werden.

Die “Abeitnehmerstory” von 2012 von Schlomo Schapiro, einem Mitarbeiter von ImmobilienScout24 ist ein sehr gutes Beispiel. Sehr unaufdringlich wird in mehreren Videoclips für das Unternehmen als Arbeitgeber geworben.

Schnell wird deutlich: je uninszenierter der potentielle Bewerber die beschriebene Stelle im Video wahrnimmt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich auf diese Stelle bewirbt. Das bedeutet für uns als produzierenden Filmemacher eine intensive redaktionelle Recherche im Unternehmen und in den Mitarbeiterreihen, um die Unternehmensstrategie in den Interviews “herauszukitzeln”. Somit ist es ratsam, mit einem Interview versiertem Filmteam zu arbeiten, welches es versteht eine entspannte Setatmosphäre zu erzeugen.

Jeder tummelt sich gern unter Seinesgleichen- hält den Kontakt zu ehemaligen Kollegen und Studienfreunden. Ist der “MacroHard Dynamics”- Mitarbeiter also am Ende mit dem Interview zufrieden, wird er den finalen Film sicher gern an seine Freunde und Bekannte weiterleiten und wird damit zu einem authentischen Multiplikator des fertigen Films- ein nicht zu unterschätzendes Marketinginstrument zur Verbreitung des finalen Videos. Darum empfiehlt sich, dem potentiellen Bewerber einen Einblick in das neue Unternehmen aus Sicht der späteren Kollegen zu ermöglichen.

Doch nicht jeder weiß sich gut auszudrücken und hat eine gute Kamerawirkung. Ein professionelles Casting in den Mitarbeiterreihen des Unternehmens bildet darum den mitunter wichtigsten Baustein. Das kann verhindern, dass gesprochene Texte zu einstudiert klingen. Wenn möglich, raten wir unseren Kunden davon ab, die Interviewtexte ihren Mitarbeitern vorzugeben oder diese sogar ablesen zu lassen: Unabhängig davon, dass diese dann meist den Protagonisten sehr steif erscheinen lassen, kann so auch schnell das Gefühl entstehen, man habe diesen einer Gehirnwäsche unterzogen.

Ein erfahrener Interviewpartner bringt den Befragten in eigenen kurzen Statements dazu, realistische Einschätzungen zum Unternehmen, dessen Philosophie, dem Arbeitsumfeld, der Work-Life-Balance und dem Job selbst authentisch wiederzugeben und dabei im Idealfall auch im eigenen Ermessen eine gute Figur machen.

Dazu zählen auch kritische Aspekte des jeweiligen Jobs, nur gilt es diese gekonnt zu formulieren – damit wird klar: ein kompetenter Interviewpartner ist das A und O. Zudem sollte im Video auch das Arbeitsumfeld gezeigt werden: bei “MacroHard Dynamics” also der Kickertisch, die schicke Kantine und der hippe Arbeitsplatz.

Last but not least: Wie man auch mit einem kompakten Recruitingvideo ohne Interviews eine effektive Wirkung erzielen kann, zeigt das Beispiel der Möbelfirma „Knoblauch“


Wir verstehen Marken

Wir haben verstanden, dass die Marke den Charakter ihres Unternehmens widerspiegelt. Darum sollte sich die Kommunikation ihrer Marke aus Printmedien auch im Videografischen Bereich fortsetzen. Wir können ein Markenhandbuch nicht nur verstehen, sondern übertragen Ihre Wording und Corporate Elemente auf Film.

Egal, ob Sie das Abenteuer lieben oder eher auf Familientradition setzen, bei uns finden Sie ihre Kernwerte auch in der Grafischen Visualisierung oder Kameraführung wieder.

Wenn Sie mehr zum Thema Branded Content und Bewegtbildmarketing für Ihre eigene Firma wissen wollen, schreiben Sie mich an und vereinbaren Sie gern einen kostenlosen Beratungstermin.

Anne Dietrich CCO, Inhaberin KNITTERFISCH Marketing / Creative Direction
Anne Dietrich